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LINKE NWM fordert Mindestlohn / Protestveranstaltung geplant

Am 05. Januar 2012 wurde die Volksinitiative "Für einen Mindestlohn von 10 Euro pro Stunde" gestartet - die ersten UNTERSCHRIFTEN wurden gesammelt.

LINKE in Nordwestmecklenburg fordert Mindestlohn bei Aufträgen vom Kreis

Die Fraktion Die Linke nimmt den Landkreis Nordwestmecklenburg in die Pflicht. Sie fordert einen Mindestlohn bei Ausschreibungen und Vergaben des Landkreises. Das sagte gestern der Fraktionsvorsitzende Björn Griese. „Wir wollen, dass der Landkreis Aufträge nur an Unternehmen vergibt, die einen Stundenlohn von mindestens zehn Euro zahlen“, betonte Griese. Nach seinen Angaben soll der Mindestlohn bei Ausschreibungen und Vergaben auch für kreisangehörige Unternehmen gelten. Die Forderung der Linken wird spätestens Anfang Februar Thema im Landkreis sein. Denn die Fraktion um Björn Griese hat einen entsprechenden Antrag auf die Tagesordnung der Kreistagssitzung setzen lassen. Sie findet am Donnerstag, 2. Februar von 17 Uhr an im Wismarer Zeughaus statt.

Der Wirtschaftsverband Handwerk MV kritisiert die Mindestlohn-Forderung: Ein Stundenlohn von mindestens zehn Euro sei ein verheerendes Signal für den Arbeitsmarkt in MV. Eine deutlich steigende Arbeitslosenquote und wachsende soziale Ungerechtigkeit wären die unausweichliche Folge, warnt der Wirtschaftsverband Handwerk.

Der Kreisverband Die Linke hatte Anfang Januar eine Unterschriftenaktion zur Volksinitiative „Mindestlohn 10 Euro“ gestartet. Sollten 15 000 Unterschriften gesammelt werden, muss sich der Landtag laut Verfassung mit dem Thema befassen.

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Jetzt bereitet DIE LINKE in Mecklenburg-Vorpommern eine Protestaktion vor und ruft dazu auf, sich an der traditionellen Protestveranstaltung der LINKEN anlässlich des Politischen Aschermittwochs der CDU in Demmin (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) am 22.02.2012 zu beteiligen.

Die Protestveranstaltung findet von 15.00 - 17.00 Uhr (ab Hanseufer) in Demmin statt und steht in diesem Jahr unter dem Motto „Frau Merkel: 10 Euro Stundenlohn jetzt!“ und dient somit der öffentlichkeitswirksamen Unterstützung der Volksinitiative „Mindestlohn“.  

Mit dieser Volksinitiative wird der Landtag Mecklenburg-Vorpommern aufgefordert, sich gegenüber der Landesregierung dafür einzusetzen, dass Mecklenburg-Vorpommern im Bundesrat unverzüglich eine Initiative mit dem Ziel einleitet, einen bundesweit einheitlichen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn in Höhe von 10 Euro pro Stunde einzuführen. Außerdem soll der Landtag unverzüglich die rechtlichen Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass bei der Vergabe öffentlicher Aufträge durch das Land die Einhaltung von Tarifverträgen gewahrt, mindestens aber ein Arbeitsentgelt in Höhe von 10 Euro pro Stunde gezahlt wird. 

Entsprechend der Landesverfassung von Mecklenburg-Vorpommern benötigt eine Volksinitiative 15.000 Unterschriften von wahlberechtigten Einwohnerinnen und Einwohnern, damit sich der Landtag mit dieser Initiative befasst.

Die Initiatoren hoffen auf IHRE MITHILFE.